In 4 Schritten zur Conversion Rate Optimierung (CRO)

Die Optimierung Ihrer Website, um eine hohe Conversion-Rate sicherzustellen, ist einer der wichtigsten Aspekte jeder Marketingstrategie. Es gilt aber auch: es ist auch einer der schwierigsten Bereiche, mit denen man sich befassen muss. Hier ist ein einfaches, aber effektives 4-Stufen-Modell zum Erstellen einer erfolgreichen Strategie zur Conversion Rate Optimierung.

Conversion Rate Optimierung

Mit einem guten Team aus verschiedenen Fachabteilungen des Unternehmens lässt sich das 4-Stufen-Modell wesentlich effektiver umsetzen. Ein gutes CRO-Programm hat mehrere Teammitglieder mit unterschiedlichen Funktionen aus dem Marketing, dem Produktmanagement, dem Design und der Entwicklung. Alle zusammen können ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zum Erfolg des Programms beitragen. Um wirklich massgeschneiderte Ergebnisse im grossen Massstab zu erhalten, sollten Sie ein umfassendes CRO-Programm erstellen.

Dieses Team muss eine Reihe grundlegender Praktiken aufbauen:

  • Daten analysieren: Untersuchen Sie Ihre Daten, recherchieren und durchleuchten Sie Ihre Analysen genau. So erfahren Sie mehr über Ihren Datenverkehr und dessen Leistung, um Chancen oder Schwachpunkte zu finden.

  • Brainstorming-Ideen: Nachdem Sie wissen, was Sie verbessern möchten, sollten Sie über verschiedene Möglichkeiten nachdenken, um das Benutzerverhalten Ihrer Webseitenbesucher zu ändern.

  • Optimieren, priorisieren und planen: Verwandeln Sie den Ideenpool in eine Personalisierungs-Roadmap auf der Sie Ihre Ideen priorisieren und mit einem klaren Vorgehensplan dokumentieren.

  • Umsetzung und Analyse: Sobald Sie Ihre Massnahmen in die Tat umgesetzt haben, beginnt der Kreislauf aufs neue. Die Optimierung der Conversion Rate ist somit ein fortlaufender Prozess. Mit jeder Durchführung lernen Sie neues über Ihre Kunden dazu und sind in der Lage zielgerichtetere Massnahmen umzusetzen.

Die Bedeutung der Conversion Rate im Leadmanagement

Im klassischen Marketing wird unter Lead ein Interessent, also ein potenzieller Kunde, verstanden. Aber Lead ist nicht gleich Lead. Die Kunst besteht darin, qualifizierte Leads für den Vertrieb zu generieren.

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Der 4-stufige Plan zur Conversion Rate Optimierung

Schritt 1: Untersuchung

Dieser Schritt hat ein klares und einfaches Ziel: ein hohes Vertrauensniveau in Ihre Webanalysedaten zu erreichen. Im Allgemeinen ist es ein zweiteiliger Prozess:

Datenerfassung

Erfolgreiche Unternehmen sind immer datengesteuert. Gute „Instinkte“ sind zwar wertvoll, aber Entscheidungen auf der Grundlage von Daten reduzieren Risiken deutlich. Zunächst müssen Sie jedoch sicherstellen, dass die von Ihnen erfassten Daten vollständig und belastbar sind.

Definieren Sie Ihre Hauptsegmente und analysieren Sie Ihre dortige Conversion Rate. In diesem Schritt sollten Sie nach Implementierungsfehlern suchen und Ihre Datenschicht analysieren, um fehlende Schlagworte, Seiten ohne Tags und „Leerläufer“ zu identifizieren.

Datenfilterung

Sobald Sie den ersten technischen Schritt abgeschlossen haben, ist es an der Zeit, die Daten zu bereinigen, damit sie für zukünftige Analysen besser interpretierbar und verwendbar sind. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, das aussagefreie „Rauschen“ aus Ihren Daten herauszufiltern.

Zunächst konsolidieren Sie kanonische URLs, filtern interne IP-Adressen und Testumgebungen, schliessen Bots und bekannte Spiders aus und implementieren benutzerdefinierte Kampagnenparameter für Ihre URLs.

Schritt 2: Eigenanalyse

Wenn Sie den Daten vertrauen und sich mit ihrer Genauigkeit und Struktur sicher fühlen, ist es an der Zeit, voranzukommen und so viel wie möglich über das eigene Unternehmen und seine Online-Aktivitäten zu lernen.

Website-Ziele

Die wichtigste Frage, die Sie stellen sollten, ist, so banal das klingen mag, warum die Website in der vorliegenden Form existiert und welche Ziele sie verfolgt.

Mit anderen Worten: Untersuchen Sie die erreichten Ergebnisse gegenüber der angestrebten Geschäftsziele. Das Ziel einer Einzelhandels-Website besteht beispielsweise darin, Produkte zu verkaufen und dadurch das Geschäft auszubauen und den Umsatz zu steigern. Ziel der Website ist es daher, den Online-Umsatz zu steigern.

Website-KPIs

Sobald Ziele definiert sind, ist es an der Zeit, die spezifischen Metriken herauszufinden, die bei der Messung des Erfolgs oder Misserfolgs der definierten Website-Ziele eine Rolle spielen. Beispiel: Wenn es sich bei der Website um einen Nachrichtenverlag handelt, dessen Ziel es ist, die Lesertreue zu erhöhen, sind folgende KPIs möglich:

  1. Reduzierung der Verlustrate.

  2. Erhöhung der durchschnittlichen geklickten Seiten pro Besuch.

  3. Zunehmende Interaktion innerhalb der Artikelseiten.

  4. Erhöhung der durchschnittlich verbrachten Zeit auf den Seiten.

  5. Erhöhung des Prozentsatzes der wiederkehrenden Besucher der Website.

Datenanalyse und Opportunity Discovery

Zu diesem Zeitpunkt sind Sie bereits mit den wichtigsten Geschäftszielen, Raten und KPIs vertraut. Darüber hinaus vertrauen Sie den Daten und ihrer Vollständigkeit. Jetzt ist es an der Zeit, Zielgruppensegmente zu definieren und nach Schwachstellen und Möglichkeiten zur Verbesserung der KPIs zu suchen. Jedes Unternehmen sollte seine Benutzer unterschiedlich segmentieren.

Sie sollten sich auch über Ihre wichtigsten Akquisitionskanäle Gedanken machen: Geben Sie viel Geld für Display-Anzeigen aus? Haben Sie viel direkten Usertraffic? Diese Kanäle verhalten sich bei unterschiedlichen Absichtsstufen unterschiedlich.

Schritt 3: Optimierung

Nun ist der richtige Zeitpunkt, die entdeckten Möglichkeiten zu nutzen und in die Praxis umzusetzen:

Hypothesenkonsolidierung

Sobald Sie die Daten analysiert und Ihre Chancen identifiziert haben, ist es Zeit, kreativ zu werden. Wie wollen Sie Ihre Schwachstellen optimieren? Niemand kennt Ihr Geschäft besser als Ihr Team. Beziehen Sie die Fachkompetenz Ihrer einzelnen Teammitglieder umfassend in den Prozess mit ein. Eine gute Idee basiert immer auf einer Hypothese. Eine Hypothese zeigt deutlich, welche Änderung Sie in Betracht ziehen, was Ihrer Meinung nach das Ergebnis sein wird und warum Sie glauben, dass die Änderung dieses Ergebnis beeinflussen wird.

Wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Hypothesen richtig zu formulieren, können Sie Ihre Personalisierungsideen strukturieren, bessere Geschäfts- und Marketing-Ergebnisse erzielen sowie zeitraubende Tests vermeiden.

Wenn Ihre Hypothesen darauf ausgerichtet sind, Ihre Metriken zu verbessern, kann sich Ihr Team voll darauf konzentrieren, die Daten zu untersuchen und aussagekräftige Tests zu entwerfen.

Ihre Hypothese sollte drei Elemente enthalten: "Wenn [die Änderung], dann [die erwartete Auswirkung], weil [die rationale]."

Es ist leicht, sich von Ideen mitreissen zu lassen. Jetzt haben Sie wahrscheinlich mehr Material, als Sie tatsächlich verarbeiten können, mehr Ideen, als Sie tatsächlich spezifizieren können: Ihr Designstudio kann entwerfen, Ihr Entwicklerteam loslegen. Wie entscheiden Sie, was als nächstes zu tun ist?

Ein gutes Personalisierungsprogramm umfasst auch ein Priorisierungssystem. Eine einfache Möglichkeit, dies zu tun besteht darin, den Aufwand und die Auswirkungen zu berücksichtigen.

Schritt 4: Bewertung

Sobald diese ganzen Schritte getan sind, ist es Zeit, die Ergebnisse zu analysieren und zu Schlussfolgerungen zu gelangen:

Berichtsanalyse

Durchsuchen Sie die Optimierungsberichte und suchen Sie nach erkennbaren Änderungen. Identifizieren Sie neue Zielgruppensegmente, methodische Fallstricke und finden Sie heraus, wo Sie erfolgreich waren und wo weniger. Haben Sie keine Angst, Fails zu entdecken; sie helfen Ihnen nur dabei, wertvolle Erkenntnisse darüber zu gewinnen, was für Ihre Zielgruppe und Ihr Vorhaben besser funktioniert.

Optimierungsanpassungen

Ändern Sie bei Bedarf Ihre Optimierungsinitiativen mit unterschiedlichen Zielbedingungen und Segmenten. Überprüfen Sie sich immer selbst und konstruieren Sie immer eine Vorschau der Ergebnisse, um Fehler frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Passen Sie sich an und seien Sie geduldig.

Je nach Traffic kann es eine Weile dauern, bis zuverlässige, nachhaltige und belastbare Ergebnisse erzielt werden.

Fazit

Eine Conversion Rate Optimierung ist kein linearer, sondern ein kreisförmiger Prozess. Sie umfasst umfangreiche Recherchen, A / B-Tests und viel Selbstanalyse und -kontrolle. Wenn Sie mit dem letzten Schritt des Plans fertig sind, ist es eine gute Idee, zu Schritt 3 zurückzukehren und neue Hypothesen und Optimierungsideen zu formulieren.

Denken Sie immer an die alte Faustregel: eine Webseite ist nie fertig!

Das Nutzerverhalten ändert sich stetig, Konsumtrends ändern sich, von Ihnen nicht beeinflussbare Marktfaktoren sind dynamisch; dies alles sorgt dafür, dass man, analog gesagt, immer das Ohr am Puls der Zeit haben muss, also die Conversion Rate Optimierung nie aus den Augen verlieren darf.