In 10 Schritten zum effizienten B2B Sales Funnel

Ein gefüllter und reibungslos funktionierender B2B Sales Funnel ist die Grundlage für ein zukunftsfähiges B2B Unternehmen. Wir zeigen, wie du deinen Sales Funnel zum effizienten Werkzeug für Marketing und Sales machst.

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Marketing und Sales müssen zusammenarbeiten

Für den erfolgreichen Ausbau des bestehenden Geschäftes ist es entscheidend, regelmässig interessante Leads zu generieren. Die Neukundengewinnung ist in Unternehmen Aufgabe des Marketings, während die Mitarbeitenden im Vertrieb sich um den Vertragsabschluss kümmern. Es ist erforderlich, dass beide Abteilungen gemeinsam strukturiert zusammenarbeiten. Je besser die Qualität deiner Leadgenerierung ist, umso grösser ist die Aussicht auf einen hochwertigen Sales Funnel.

Was ist ein Sales Funnel?

Der bildliche Vergleich mit einem Trichter trifft auch auf den virtuellen Verkaufstrichter (Sales Funnel) zu. Hier wird die Reise eines Kunden (Customer Journey) vom ersten Kontakt bis zum Abschluss eines Vertrages in Stufenform dargestellt. Der Sales Funnel sammelt am oberen Ende die Masse der Erstkontakte und filtert mit jeder Stufe die qualifizierten Adressen heraus, während uninteressante Kontakte herausfallen.

Der Sales Funnel umfasst dabei diese Bereiche:

  • Top of Funnel (TOFU)

  • Middle of Funnel (MOFU)

  • Bottom of Funnel (BOFU)

Sales Funnel

Quelle: Sales Funnel nach Aioma

Top of Funnel (TOFU)

Dieser Teil umschreibt den Erstkontakt mit deinem Unternehmen. Der Interessent sucht nach einer Lösung für sein Problem und recherchiert nach den Themen, welche ihn beschäftigen. Die Aufgabe deines B2B Unternehmens ist es, sich in dieser ersten Stufe des Sales Funnels zu positionieren und Antworten auf die Fragen des Nutzers zu bieten.

Middle of Funnel (MOFU)

Der mittlere Teil des Sales Funnels beschäftigt sich mit spezifischen Fragen des Nutzers und baut auf dem Wissen aus dem TOFU Abschnitt auf. Ziel dieser Phase ist es herauszufinden, welche Nutzer tatsächlich potentielle Kunden sind und welche nicht zur Zielgruppe gehören und entsprechend vernachlässigt werden können.

Bottom of Funnel (BOFU)

In den letzten Teil des Sales Funnels gelangen nur jene Kontakte, die ein deutliches Interesse an den Lösungen deines Unternehmens bekundet haben. Es geht nun darum, den qualifizierten Kontakt davon zu überzeugen, dass er die richtige Entscheidung trifft, wenn er sich mit dir in Verbindung setzt.

Mit Automatisierung und Personalisierung den Sales Funnel optimieren

Nur wenn es gelingt:

  • Ziele klar zu definieren

  • Personalisierte Inhalte zu schaffen

  • Prozesse zu automatisieren

bist du in der Lage, den Verkaufstrichter entlang aller Bereiche zu optimieren. Lese hier, wie du in 10 Schritten einen effizienten Sales Funnel erstellst.

Automatisiertes Lead Management

Die Aioma Software unterstützt dich dabei, deinen Lead Management Prozess zu optimieren.

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Schritte im Top of Funnel (TOFU)

Schritt 1: Klare Definition der Zielgruppe

Die exakte Zielgruppenanalyse ist im B2B Bereich elementar wichtig. Die Vorgaben für die Auswahl zukünftiger Leads müssen genau festgelegt werden und von Vertretern aus Marketing und Vertrieb gemeinsam definiert werden.

Ziel ist es, dass beide Abteilungen eine exakte Vorstellungen davon haben, welche Leads gesammelt werden, damit anschliessend keine unpassenden Interessenten ohne Mehrwert für das Business in den Sales Funnel gelangen.

Der perfekte Sales Qualified Lead

Innerhalb des Lead Funnels befindet sich der Sales Qualified Lead an der untersten Spitze des Trichters. Er ist damit das wertvollste Produkt der Leadgenerierung.

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Der perfekte Sales Qualified Lead

Schritt 2: Online Leads als Erweiterung der Lead Quellen

Der Besuch von Messen für die Gewinnung neuer Leads ist zurzeit kaum möglich. Durch diesen Umstand, wie auch durch das sich veränderte Nutzerverhalten der nächsten Generation von Entscheidungsträgern, sind online Kontaktpunkte immer wichtiger.

Die Interessenten möchten sich weitgehend selbstständig informieren, bevor sie einen ersten Kontakt mit dem Vertrieb suchen. Dazu braucht es umfassende und vor allem informative online Inhalte und die Möglichkeit, Kontaktdaten von Interessenten im Tausch gegen relevante Informationen zu sammeln.

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Die aktuelle Situation lässt den Besuch von Präsenzausstellungen leider nicht zu und verlangt nach Alternativen zu Messen.

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Schritt 3: Customer Journey kennen

Die vier Phasen der Customer Journey im B2B Bereich sind:

  • Attract

  • Engage

  • Convert

  • Delight

In jeder Phase hat ein Interessent andere Bedürfnisse, die es mit den passenden Inhalten abzuholen gilt. Bei der Erstellung der digitalen Inhalte gilt es also darauf zu achten, welche Fragen ein Inhalt beantworten soll und über welches Vorwissen der Nutzer an dieser Stelle verfügt. So gelingt es, die richtigen Nutzer für den Sales Funnel zu gewinnen.

Aioma Customer Journey

Quelle: Customer Journey nach Aioma

Schritt 4: Keywords definieren

Kennst du die Customer Journey, so weisst du bereits wonach die Zielgruppe(n) inhaltlich sucht. Um jedoch in der Google Suche (SERP) auf einer möglichst hohen Position zu erscheinen, musst du auch wissen WIE deine Zielgruppe sucht.

Konkret heisst das: Welche Suchbegriffe (Keywords) werden in den einzelnen Phasen der Customer Journey verwendet?

Meist kennt der potenzielle Kunde nur sein Problem, weiss aber noch nicht die perfekte Lösung. Oft weichen die Suchbegriffe deshalb von den internen Begrifflichkeiten ab und müssen genauer untersucht werden.

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Statt Parallelwelten aufzubauen, geht es darum die Fachbereiche integrativ zu verknüpfen damit hochwertiger Traffic und qualitative Leads generiert werden können.

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Schritt 5: Leads konvertieren mit Lead Magnets

Damit ein Kontakt bereit ist, seine Kontaktdaten freizugeben, erwartet er eine Gegenleistung. Im Marketing nennt sich diese Inhaltsform, die einem Nutzer im Tausch gegen seine Daten angeboten wird Lead Magnet.

Ein Lead Magnet ist ein für den Nutzer relevanter, meist zeitloser Inhalt, den er nach dem Ausfüllen eines Formulars per Mail zugeschickt bekommt.

Beispiele für effiziente B2B Lead Magnets sind dabei:

  • Whitepaper

  • Guides

  • Checklisten

  • Case Studies

  • Industry Reports

  • Videos

  • Webinare

Bei der Auswahl der Lead Magnets ist zu beachten, dass die bereitgestellten Inhalte sowohl interessant für Ihre Leads als auch nützlich für die weitere Customer Journey im Sales Funnel sein sollten.

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Für jedes Unternehmen sind Sales Leads die Interessenten mit dem grössten Potenzial: Sie sind die perfekten Wunschkandidaten des Vertriebs.

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Schritte im Middle of Funnel (MOFU)

Schritt 6: Offene Fragen ohne persönlichen Kontakt beantworten

Es konnten nun erste vielversprechende Leads gewonnen werden. In diesem Schritt des Sales Funnels müssen nun spezifische Fragen der Nutzer beantwortet werden können.

Um eine möglichst grosse Reichweite zu erlangen, sollte an dieser Stelle nicht nur die Webseite, sondern auch die unternehmenseigenen Social Media Profile genutzt werden.

Social Media hat sich als idealer Kontaktpunkt (Touchpoint) für die Verbreitung von Inhalten etabliert.

Geeignete Kanäle für die Streuung von B2B Informationen sind:

  • LinkedIn

  • Xing

  • Twitter

  • Facebook

Schritt 7: Automatisiertes Lead Nurturing

Damit deine Kontakte zeitnah in die nächste Phase des Sales Funnels rutschen, sollten sie regelmässig mit Inhalten versorgt werden, die auf ihrem bestehenden Wissen aufbauen.

Hier lohnt sich der Einsatz von personalisierten Newslettern und automatisierten Social Media Posts.

So werden wiederkehrende Aufgaben automatisiert und der Nutzer wird aktiv mit ergänzenden Inhalten versorgt.

Personalisierter Newsletter Aioma

Quelle: Personalisierter Newsletter von Aioma Software

Schritt 8: Lead Scoring

Damit du zu jedem Zeitpunkt weisst, wo sich dein Lead in seiner Customer Journey befindet, ist ein Lead Scoring Modell erforderlich. Hier fliessen alle Interaktionen und Informationen ein, die bisher über ein Tracking festgehalten wurden.

Als Ergebnis zeigt sich, ob das Interesse deiner Leads gross genug für einen persönlichen Kontakt durch den Vertrieb ist. Mit einem umfassenden Kundenprofil hat dein Marketing- und Vertriebsteam stets die Übersicht, wie weit fortgeschritten im Sales Funnel ein Lead ist.

Kontakt Product Fit

Quelle: Scoring aus Aioma Software

Schritte im Bottom of Funnel (BOFU)

Schritt 9: Nur qualifizierte Leads kontaktieren

Wenn deine Leads den Sales Funnel bis zu dieser Stufe durchlaufen haben, ist es Zeit für eine Übergabe der qualifizierten Kontakte an die Mitarbeitenden im Vertriebsteam.

Der grosse Vorteil für das Verkaufsteam ist, dass nur noch potenzielle Kunden erscheinen, die bereits ein ausführliches Interesse am Unternehmen und speziellen Produkten gezeigt haben.

Schritt 10: passendes Angebot für bekannten Kontakt

Die Mitarbeitenden im Vertrieb kennen sowohl die Probleme des Kunden als auch die passenden Lösungen aus der eigenen Produktpalette. Auf Basis dieser Informationen können zielgerichtete Angebote unterbreitet werden, die eine Abschlusswahrscheinlichkeit erhöhen.

Fazit

Für ein langfristig erfolgreiches Geschäftsmodell ist im B2B Bereich die Neukundengewinnung ein wichtiges Standbein.

Während die Mitarbeiter in den Bereichen Marketing und Vertrieb oft unstrukturiert im Nebel herumstochern, um neue Leads zu generieren, ist eine gut strukturierte Leadgewinnung mithilfe des Sales Funnel die bessere Alternative.