10 B2B Cold E-Mail Vorlagen, die konvertieren

Cold E-Mails haben einen schlechten Ruf - sie sind aufdringlich, nervig und häufig komplett irrelevant für den Empfänger. Trotzdem: Viele B2B Unternehmen setzen auf diese Form der Kontaktaufnahme. Mit Erfolg. Wir zeigen dir, wie’s funktioniert.

6.2 10 B2B Cold E-Mail Vorlagen, die konvertieren.png

Ein Artikel zum Thema
Der umfassende Prospecting Leitfaden für B2B
Mehr Informationen

Die Einführung der Datenschutzverordnung am 25. Mai 2018 markierte den Tod der Cold E-Mails. Heutzutage darf man solche Mails nicht mehr senden, weil man sich sonst strafbar macht. Richtig?

Nein. Zumindest im B2B Bereich sind Cold E-Mails noch immer gang und gäbe. Ausschlaggebend ist nur, wie du sie aufbaust.

Wir möchten dir in diesem Artikel aufzeigen, welch eine einfache und wirksame Möglichkeit Cold E-Mails bieten, um neue Kunden zu akquirieren und liefern dir gleich zehn “Ready-to-use”-Vorlagen, mit denen wir bisher gute Erfahrungen gemacht haben.

Cold E-Mails müssen nicht nervig sein

Es war nie der Zweck der Datenschutzverordnung von 2018, Cold E-Mails zu verbieten. Vorrangig ging es darum, persönliche Daten und die Privatsphäre von Individuen zu schützen. B2B Marketer können nach wie vor Cold Mails verschicken. Und das tun sie auch.

Der durchschnittliche Büroangestellte erhält 120 E-Mails am Tag und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass er die Verkaufsmails, die er bekommt, als irrelevant empfindet

Dennoch wollen Interessenten über neue Produkte informiert werden. Der Grossteil dabei bevorzugt, wenn der Kontakt per E-Mail läuft.

Trotz der starken Konkurrenz funktionieren Cold E-Mails nach wie vor. Entscheidend ist, dass du die richtige Person zur richtigen Zeit mit richtigen Botschaft ansprichst.

Cold E-Mails Basics, die du beachten musst

Damit deine Cold E-Mail nicht als Massenwerbung wahrgenommen und als Spam markiert wird, solltest du folgende Punkte berücksichtigen:

  • Wähle immer den richtigen Ansprechpartner und die aktuellsten Informationen

  • Erkläre immer deinen Grund für die Kontaktaufnahme.

  • Halte stets einen einfachen und schnellen Weg bereit, um sich aus dem Verteiler auszutragen.

  • Pflege immer deine Datenbank.

  • Antworte stets auf Fragen und Beschwerden.

Was macht eine gute Cold Email aus?

Die meisten B2B Marketer denken, dass der richtige Ansprechpartner jeder ist, der ihr Produkt oder ihre Dienstleistung kauft. Das ist zu einfach gedacht. Der richtige Ansprechpartner für dich ist die Person, die bereit ist, zu kaufen. Um diese Person ausfindig zu machen, braucht es Einiges an Vorarbeit. Du musst eine gute Lead Research durchführen und fundierte Kenntnisse in den Situationen und Schmerzpunkten deiner Kontakte haben.

Gestalte deine Cold Email persönlich und relevant.

Eine gute Lead Research und gute Personas bzw. Ideal Customer Profiles (ICP) sind die Voraussetzung dafür, dass deine Cold E-Mail an die richtige Person gelangt. Du musst wissen, wer deine Zielgruppe ist, was sie interessiert und welche Inhalte sie benötigt. Darauf basierend muss deine E-Mail relevant und persönlich konzipiert sein – Newsletter-Massen-Spamming ist out (und ohne spezifische Anmeldung auch gar nicht erlaubt).

Erkläre in deiner E-Mail darum immer, weshalb du eine Person kontaktierst. Datenschutzkonform und meist passend ist es, wenn es für die Kontaktaufnahme ein „berechtigtes Interesse“ gibt. Dieses ergibt sich etwa daraus, dass dein Angebot dem Adressaten hilft, seine Ziele zu erreichen. Das kann so aussehen:


„Hallo [Name],

kämpft dein Unternehmen gerade mit [grösster Schmerzpunkt deines Kontakts]? Das ist ein schwieriges Problem, mit dem die meisten Unternehmen in deiner Branche sich herumschlagen müssen und das sie teuer zu stehen kommt. [Statistik und Quelle]

Unser [Produkt/Service] hilft dir dabei, dieses Problem zu lösen, indem [Vorteil oder Pitch].


Wichtig: Der Empfänger muss stets die Möglichkeit haben, dir zu antworten und sich abzumelden. Aktualisiere deshalb deine Daten.

10 “Ready-to-use”-Vorlagen für B2B Cold E-Mails

Im folgenden haben wir dir zehn Vorlagen für B2B Cold E-Mails zusammengestellt, mit denen wir in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Gerne darfst du sie einfach kopieren, auch dich anpassen und losschicken.

Grund für Kontaktaufnahme: Stell dich vor.

„Hallo [Name],

Ich möchte mich gerne als deine Ansprechpartnerin bei [Name deines Unternehmens] vorstellen. Ich arbeite mit Unternehmen in der [Branche] und habe gesehen, dass du kürzlich unsere Webseite besucht hast.

Das hat mich dazu angeregt, mich auf eurer Webseite zu informieren, um zu sehen, welche Strategie ihr nutzt für [Sales/Marketing, etc.]. Ich habe einige Bereiche entdeckt, in denen wir euch unterstützen können.

Wollen wir uns darüber unterhalten? Hier kannst du einen Termin mit mir buchen [Link].“

Grund für Kontaktaufnahme: Wert erzeugen

„Hallo [Name],

Ich habe gesehen, dass du kürzlich ein Whitepaper über XY heruntergeladen hast. Ich habe mit ähnlichen Unternehmen in [Branche] zusammengearbeitet und möchte deshalb gerne mit dir in Kontakt treten.

Euer Unternehmen scheint perfekt zu unserem zu passen. Entsprechend bin ich neugierig, welche Ziele ihr für dieses Jahr verfolgt. Wir helfen häufig Unternehmen dabei zu wachsen mit [Lösungen/Ergebnisse].

Ich würde mich über einen Austausch freuen. Schau doch hier gleich, welcher Termin dir am besten passt: [Link].“

Grund für Kontaktaufnahme: Biete einen kostenlosen Test an

„Guten Tag Herr [Name],

Ich bin ganz direkt, ich habe ein kostenloses Tool, welches ich Ihnen gerne zeigen möchte. Es handelt sich um ein Analyse-Tool, das Ihnen erlaubt zu sehen, wie sie mit Ihrem Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz stehen.

Buchen Sie hier einen Termin, um die Details mit mir zu besprechen [Link].“

Grund für Kontaktaufnahme: Neuer Mitarbeiter oder neue Position

„Guten Tag [Name],

Ich kontaktiere Sie als Ihr Ansprechpartner für [dein Bereich] bei [dein Unternehmen]. In der Vergangenheit habe ich mit Ihrem Vorgänger [Name] erfolgreich zusammengearbeitet und würde mich freuen, das mit Ihnen fortzusetzen.

Wann immer es Ihnen passt, können Sie einen Termin mit mir vereinbaren, damit wir uns besser kennenlernen: [Link].“

Grund für Kontaktaufnahme: Leider verpasst

„Guten Tag [Name],

Leider habe ich Sie heute telefonisch nicht erreicht. Ich rief an, um [Grund] mit Ihnen zu besprechen. Ich rufe Sie am [Datum/Uhrzeit] erneut an. Selbstverständlich können auch Sie sich vorher bei mir melden [Kontaktdaten] “

Grund für Kontaktaufnahme: Haben Sie noch Interesse?

„Guten Tag [Name],

Vor einigen Wochen haben wir die Details einer möglichen Zusammenarbeit diskutiert. Leider bislang ohne Gelegenheit für einen Abschluss.

Daher möchte ich nachfragen, ob es eine Möglichkeit gibt, Sie bei [Marketing/Sales, etc.] zu unterstützen. Lassen Sie mich wissen, ob Sie diese Woche Zeit haben, damit wir Ihnen einige Ideen präsentieren können.“

Grund für Kontaktaufnahme: Finde den Entscheider

„Guten Tag [Name],

Kurze Frage: Wer verwaltet das Marketingbudget in Ihrem Unternehmen? Dieses Marketingtool sollte er oder sie sich unbedingt noch vor Quartalsende ansehen, es kann Ihnen und Ihren Kunden eine Menge Geld sparen. Ich will Sie nicht mit Details langweilen, nur so viel: Unsere Top Kunden [Name der Unternehmen] schwören darauf.

Wenn Sie der richtige Ansprechpartner sind – wann können wir uns unterhalten? Wenn nicht, an wen darf ich mich wenden?“

Grund für Kontaktaufnahme: Mach ein Kompliment

„Guten Tag [Name],

Ich beobachte Ihr Start-Up schon eine Weile und bin von Ihrem Wachstum beeindruckt!

Bei [dein Unternehmen] haben wir grossartige Software Entwickler, die wir schnell einsetzen können, um neue Produktideen umzusetzen. Ich bin mir sicher, dass wir Sie mit unserem Know-how unterstützen können, um Ihr Wachstum weiter zu beschleunigen.

Wann haben Sie diese Woche Zeit für ein Gespräch?“

Grund für Kontaktaufnahme: Kurz und knackig

„Hallo [Name],

Ich schreibe dich in deiner Funktion als [Entscheider] bei [Unternehmen] an. Kurz: Wir helfen Unternehmen wie [Name] und [Name] dabei, [dein Benefit]. Es gibt interessante Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit. Hast du am [Datum und Uhrzeit] Zeit für ein Gespräch?“

Grund für Kontaktaufnahme: Antwort auf Newsletter

„Hallo [Name],

Ich bin seit langer Zeit treuer Leser deines Newsletters. Ich habe gerade eine Infografik veröffentlicht, in der ich Daten zu [relevantes Thema] ausgewertet habe. Es wäre toll, deine Gedanken dazu zu erfahren.

Lass uns doch bei einem kurzen Call darüber austauschen. Hier siehst meinen Kalender: [Link]!“

Ohne gründliche Recherche werden deine Cold E-Mails scheitern

Du kannst den besten Betreff und den originellsten Text haben – deine Mails sind nichts wert, wenn du nicht vorab richtig recherchierst. Eine gute Recherche gibt dir vor, was am besten funktioniert und die meisten Klicks erzielt. Im harten Kampf um Aufmerksamkeit mit Cold Mails ist eine gründliche Recherche dein Ass im Ärmel.

Cold Emails sind eine gute Möglichkeit, neue Kunden zu akquirieren. Willst du damit Erfolg haben, solltest du darauf achten, dass sie relevant sind und an die richtige Ansprechperson hinausgehen.

Ein letzter Tipp zum Schluss: Halte deine Mails kurz und knapp und komm direkt auf den Punkt. So vergeudest du nicht unnötig die Zeit deiner Kontaktperson.