Die 6 strategischen Ansätze im Performance Marketing

Performance Marketing ist an sich keine eigene Strategie, sondern vereint mehrere verschiedene Ansätze, die dir helfen, dein Ziel zu erreichen. Auf die unserer Meinung nach wichtigsten sechs gehen wir in diesem Artikel genauer ein.

Ansätze im Performance Marketing

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Dank der halsbrecherischen Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts war das Internet noch nie so überfüllt mit einer Vielzahl an Werbeanzeigen unterschiedlicher Marken, die um deine Aufmerksamkeit buhlen. Für dich als moderner B2B Marketer ist es in der Tat kein Geheimnis mehr, dass das das digitale Zeitalter die Art und Weise, wie wir werben, für immer verändert hat. Falls du aber einer dieser Typen “früher war alles besser” und “nichts geht über analoge Anzeigen in Zeitschriften” bist, lass uns dir eines schon jetzt auf den Weg geben:

Heutzutage musst du nicht mehr im Voraus für Anzeigen in Magazinen oder Zeitungen zahlen - es gibt jede Menge davon online und sie berechnen nur, wenn jemand klickt.

Performance Marketing verfolgt also salopp gesagt den Ansatz: Performance vor Präsenz. Auch im B2B Bereich lässt sich mit Performance Marketing effektiv Werbung schalten, die das finanzielle Risiko hoher Vorauszahlungen minimiert und gleichzeitig die Conversion Rate optimiert. Vorausgesetzt du arbeitest mit der richtigen Performance Marketing Strategie.

Falls du dich fragst, was Performance Marketing überhaupt bedeutet, findest du in unserer umfangreichen Wissensdatenbank eine genaue Definition dazu: Was ist Performance Marketing?

Das Hauptziel bei dieser Form des Online Marketings ist eine möglichst grosse Steigerung der Effizienz einzelner Massnahmen. Erreicht wird dies durch kluges Messen der Interaktion mit deiner Zielgruppe.

Von diesen zahlreichen Ansätzen lernst du in diesem Artikel die sechs wichtigsten kennen:

  • Cost per Acquisition (CPA)

  • Cost per Sale (CPS)

  • Cost per Impression (CPM)

  • Cost per Click (CPC)

  • Social Media (ähnlich Influencer-Marketing)

  • Affiliate Marketing

Die Gemeinsamkeit dieser sechs Ansätze: Du bezahlst immer nur dann, wenn die angesprochene Zielgruppe auf irgendeine Weise mit dir interagiert.

Lass dir eines aber gesagt sein: All diese Massnahmen können nur funktionieren, wenn wirklich mit absolut aktuellen Daten gearbeitet wird. Andernfalls kommt nämlich keine oder nur eine unzureichende Interaktion zustande.

Cost per Acquisition (CPA)

Bei dieser mittlerweile sehr beliebten Performance Marketing Taktik entstehen für dich als Online Marketer nur Kosten, wenn es zu einer zuvor definierten Handlung aufseiten des potenziellen Kunden kommt. Beispielsweise könntest du das Ziel haben, Abonnenten für deinen E-Mail Newsletter zu gewinnen. Bei einer Vermarktung über CPA bezahlst du nur, wenn sich jemand auch wirklich in deine Liste einträgt.

Dein Ziel könnte aber auch die Vermarktung eines (kostenlosen oder auch kostenpflichtigen) Webinars sein. Gerade diese Vorgehensweise ist im B2B Kontext sehr beliebt. Hierbei bezahlst du entsprechend nur, wenn sich jemand dafür registriert und eventuell sogar im Voraus ein Ticket kauft.

Der grosse Vorteil dieser Performance Marketing Strategie ist, dass die Kosten sehr gut steuerbar sind und die Kampagne (bei richtiger Datenlage) enorm effektiv sein kann.

Cost per Sale (CPS)

Die zweite Performance Marketing Strategie ist eigentlich ein Sonderfall von CPA. Statt einer allgemeinen Handlung (wie etwa dem Eintragen in eine Newsletter Verteilerliste), wird hier ganz klar ein Kauf durch den Kunden angestrebt. Entsprechend entstehen erst Kosten, wenn ein tatsächlicher Sale über den Werbelink erfolgt.

Die Effektivität ist auch hier wieder sehr hoch, was diese Strategie vor allem für kleinere Unternehmen interessant macht, oder wenn keine grossen Werbebudgets vorhanden sind.

Cost per Impression (CPM)

Generell sind die beiden ersten Ansätze super, wenn direkt eine bestimmte Handlung des Kunden (wie ein Kauf oder eine Registrierung) beabsichtigt wird. Wenn dein Ziel aber eher im Branding, oder in einer Mischung aus Branding und Umsatzgenerierung liegt, dann stossen CPA und CPS schnell an ihre Grenzen.

Genau hier setzt CPM an. Dabei geht es nämlich primär um Sichtbarkeit und – wie der Name schon sagt – um Impressionen. Unter einer “Impression” versteht man, dass einem potenziellen Kunden die Anzeige gezeigt wird. Durch einen Klick auf das Banner oder den Werbelink werden die potenziellen Kunden auf eine Zielseite weitergeleitet, wo sie eine vorher definierte Handlung ausführen sollen. Dies kann wieder das Eintragen in eine Newsletter Liste sein, aber auch ein Kauf oder jede andere denkbare Handlung.

Gerade im CPM ist eine Optimierung der Konversionsrate enorm wichtig, da du als Marketer ja immer die Kosten trägst, egal ob es schliesslich zu einer Handlung kommt oder nicht. Geeignet ist diese Performance Marketing Strategie dehalb vor allem für das Branding und um die aktuelle Sichtbarkeit zu erhöhen.

Cost per Click (CPC)

Dieser Ansatz stellt quasi das Bindeglied zwischen CPM und CPA oder CPS dar. Vor allem Suchmaschinen und Social Media Plattformen arbeiten mit diesem Modell (beispielsweise beim Schalten von Anzeigen auf Facebook oder über Google Adwords).

Bei CPC zählt die Anzahl der Klicks, die zu deiner Webseite, Landingpage oder auch direkt in deinen Shop führen. Sobald ein Nutzer auf den Link oder das Banner klickt, bezahlst du. Der klare Vorteil liegt in den meist relativ niedrigen Kosten. Bei einem CPC-Faktor von 50 Cent oder Rappen kostet es dich beispielsweise nur 50 Euro bzw. Franken, um ganze 100 Klicks zu generieren.

Wie bei CPM ist auch hier eine optimale Conversion das A und O, denn sonst verbrennst du am laufenden Band bares Geld!

Social Media

Soziale Medien – und im B2B Bereich hier vor allem LinkedIn – erfreuen sich wachsender Beliebtheit in allen Bevölkerungsschichten und damit auch in (nahezu) jeder denkbaren Zielgruppe. Entsprechend kann eine Vermarktung über diese Plattformen auch für kleine und mittlere Unternehmen enorm interessant sein.

Hierbei ist aber nicht bloss der organische Aufbau von Likes und Followern gemeint. So gut wie all diese Plattformen ermöglichen es unter anderem auch, bestimmte Beiträge hervorzuheben oder als Anzeigen zu platzieren. Dementsprechend können soziale Medien sowohl für Branding als auch direkte Vermarktung verwendet werden.

Diese Performance Marketing Strategie ist generell sehr kosteneffektiv und äusserst flexibel. Darüber hinaus kann die beabsichtigte Zielgruppe genau targetiert werden, was Streuverluste minimiert.

Affiliate Marketing

Die letzte Performance Marketing Strategie ist im Endeffekt eine spezielle Form von CPM bzw. CPS. Bei diesem ebenfalls sehr ergebnisorientierten Ansatz erhält der Partner, der für das Produkt o.ä. wirbt, eine Provision für jeden darüber getätigten Verkauf oder generierten Lead. Diese Provision kann dabei sehr individuell verhandelt werden.

Vor allem im Finanzsektor – aber auch darüber hinaus – erfreut sich dieser Ansatz mittlerweile grosser Beliebtheit, da er sowohl für den Marketer als auch den Veröffentlicher (Publisher) einige Vorteile bietet. Für dich sind das vor allem eine hohe Effektivität und planbare Kosten, aber unter Umständen auch ein recht geringer Aufwand, da sich grossteils der Publisher um alles kümmert.

Fazit: Zahle nur dann, wenn jemand interagiert

Vorbei sind die Zeiten, in denen du für traditionelle Marketing Kampagnen im Voraus zahlen musstest. Mit Performance Marketing schaltet du Online Anzeigen, die nicht nur deine Zielgruppe erreichen, sondern die du erst bezahlst, wenn diese auch in irgendeiner Weise interagiert. Das funktioniert aber nur, wenn du eine aktuelle Datengrundlage hast!

Deshalb möchten wir zum Schluss noch einmal auf die wichtigste Gemeinsamkeit aller Performance Marketing Strategien hinweisen: Sie alle funktionieren nur mit aktuellen, messbaren Daten über das Verhalten der Nutzer! Dementsprechend müssen alle Optimierungen im Performance Marketing unbedingt datengestützt sein!