Die Kraft der Bildsprache: So bleibt dein B2B Content unvergesslich

Fesselnde Bilder bewegen und bleiben lange im Gedächtnis. Für erfolgreiches B2B Marketing sind sie deshalb unabdingbar. Wir zeigen dir, wie du potenzielle Kunden mit lebhafter Bildsprache für dich gewinnst.

Bildsprache

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„Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild.“

Dieses Zitat stammt von niemand Geringerem als Leonardo da Vinci. Und tatsächlich sind visuelle Eindrücke für unsere Spezies von besonderer Bedeutung. Schliesslich nehmen wir unsere Umgebung zu 80 % über unsere Augen wahr. Vielleicht hast du selbst schon bemerkt, dass deine Erinnerungen an Bilder viel lebhafter sind als etwa jene an Texte. In den wenigsten Fällen ist langweiliger Lesestoff dafür verantwortlich. Vielmehr liegt es an der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, das visuelle Reize in Höchstgeschwindigkeit verarbeitet. Genau diese Eigenschaft unseres Denkapparats macht sich emotionales Marketing zunutze. Denn seien wir doch ehrlich:

Wer Content ohne eindrucksvolle Bilder und Grafiken erstellt, quält seine Leser und sich selbst.

Bilder erhöhen das Lead Engagement

Den gesamten Text eines Blogs liest sowieso kaum jemand. Mithilfe von aussagekräftigen Bildern sorgst du dafür, dass deine Leser die relevantesten Inhalte dennoch erfassen. Passive Leser ergreifen bei Anblick einer Textwüste oftmals sofort die Flucht. Mit Grafiken oder Bildern erreichst du sie am besten und bindest sie an deinen Blog. Emotionale Bildsprache gilt seit jeher als magische Geheimzutat von gelungenem B2B Content und trägt massgeblich zur Erhöhung des Lead Engagements bei.

Fest steht: Menschen brauchen Bilder. Nicht zufällig erfreuen sich ausgerechnet soziale Netzwerke wie Instagram oder Pinterest derartig grosser Beliebtheit. Natürlich wissen wir in der Werbebranche das für uns zu nutzen.

Wahrscheinlich handelt es sich bei deinen Lesern wohl um ganz klassische Rezipienten von B2B Content. Für ellenlange Texte fehlt ihnen schlichtweg die Zeit. Häufig lassen sie sich von ihren Emotionen leiten und entscheiden frei aus dem Bauch heraus. Im Marketing geht es im Wesentlichen darum, Emotionen auszulösen und Begehrlichkeiten zu wecken. Und exakt das passiert, wenn unsere Leser Bilder betrachten.

Authentische Bilder fungieren als „Transporteure“ deiner Unternehmensphilosophie und kommunizieren diese nach aussen.

Der Faktor Bildsprache darf daher in deinem Redaktionsplan keinesfalls zu kurz kommen.

Bilder als „schnelle Schüsse ins Gehirn“ aus neurobiologischer Perspektiv

Im Hinblick auf die Bedeutung von Bildsprache liefern die Neurowissenschaften uns eindeutige Erkenntnisse: Von allen Reizen sind visuelle Stimuli bei weitem am effektivsten. Sie sind wie „schnelle Schüsse ins Gehirn“, um es mit einer Metapher des deutschen Konsum- und Verhaltensforschers Werner Kroeber-Riel auszudrücken.

Das menschliche Gehirn ist nicht gemacht für Textverarbeitung

Apropos Metapher, ist dir schon einmal aufgefallen, wie sehr Bilder sogar unsere gesprochene und geschriebene Sprache prägen? Bildhafte Ausdrücke bringen komplexe Sachverhalte auf den Punkt und erleichtern uns die zwischenmenschliche Kommunikation.

Bilder schiessen in einem absoluten Höchsttempo in unsere Gehirne. So verarbeiten wir sie bis zu 60000-mal schneller als Texte.

Aus evolutionärer Sicht erscheint das nur logisch. Das menschliche Gehirn wurde schliesslich nicht für die Verarbeitung von Text gemacht. Beim gedruckten oder geschriebenen Wort handelt es sich um ein – zugegebenermassen praktisches – menschliches Artefakt. Mit der Fähigkeit, unsere Umgebung visuell zu erfassen und zu interpretieren, kommen wir hingegen auf die Welt. Sie ist fest in unseren Gehirnstrukturen verankert.

Der Pictures Superiority Effect

Generell verarbeiten wir Menschen Bilder nicht nur deutlich schneller als Worte. Wir erinnern uns auch weitaus besser an sie. Dieses Phänomen wird als Picture Superiority Effect bezeichnet und konnte im Rahmen unterschiedlicher Studien belegt werden. Es bezieht sich auf die Vorstellung, dass wir Inhalte durch das Betrachten von Bildern leichter verinnerlichen als durch das Lesen von Texten.

Das wusste vor über 2000 Jahren bereits der berühmte römische Rhetoriker Cicero. Auf Grundlage dieser Erkenntnis entwickelte er eine überaus effektive Gedächtnistechnik, bei der Bilder eine Schlüsselrolle spielen. Der Picture Superiority Effect kommt uns beim Lernen und im Bereich der Rhetorik ebenso wie im Marketing zugute. Damit die Besucher deines Corporate Blogs rascher verstehen, worum es geht, kannst du ihnen etwa mit einer Infografik auf die Sprünge helfen.

Mächtiger Content = Symbiose aus Text und Bild

Sollen wir zukünftig also auf Texte verzichten und unseren Lesern lediglich Bilder und Grafiken präsentieren? Definitiv nicht! Bildsprache ist zwar mächtiger, als viele denken, aber das geschriebene Wort hat zweifellos nach wie vor seine Berechtigung.

Guter Content besteht aus Text und Bild.

Er ist jedoch mehr als die Summe seiner Teile. Erst im harmonischen Zusammenspiel aus Textelementen und Bildsprache entfaltet er seine volle Kraft. So stützt der Text die Aussage des Bildmotivs und umgekehrt. In der Symbiose aus beiden Komponenten potenziert sich die emotionale Wirkung, die wir mit unseren Inhalten hervorrufen wollen. Ergänzende Informationen in Textform komplettieren und kontextualisieren Bilder sowie Grafiken. Auf diese Weise stellst du sicher, dass deine Kernbotschaften bei deinen Lesern ankommen.

So gelingt dir starke Kommunikation durch kongruente Bildsprache

Idealerweise sieht dein Content Plan eine ausgewogene Kombination von Bild- und Textelementen vor. Um das volle Potenzial der im Zusammenspiel aus Text und Bild entstehenden Synergien zu nutzen, solltest du allerdings einige Aspekte beachten:

  1. Kongruenz: Bild und Text dürfen sich in keinerlei Hinsicht widersprechen. Somit würden nämlich beide ihre Aussagekraft verlieren – und du deinen Expertenstatus gleich mit.

  2. Relevanz: Wähle demnach stets Bilder und Grafiken aus, die für das behandelte Thema von Relevanz sind! Sie unterstreichen die wesentlichen Aussagen des Textes und stellen eine Ergänzung dazu dar. Ergänzung ist nicht

  3. Wiederholung: Du musst deinem Leser nicht lang und breit erklären, was auf dem Bildelement zu sehen ist. Wenn du ein passendes Bild auswählst, sollte das ohnehin ersichtlich sein.

  4. Emotionen: Emotionale Inhalte brauchen ausdrucksstarke Bilder, die bewegen. Bei saisonalen oder tagesaktuellen Themen kannst du zudem mit frisch geschossenen Fotos Eindruck schinden. Dies solltest du bei der Content Planung durchaus berücksichtigen.

Die Macht der Bildsprache im B2B MarketingVor allem in B2B Kontexten bietet der Einsatz von Bildern, Abbildungen und Grafiken eine Vielzahl von weiteren Vorteilen. Bildsprache ist ein bedeutender Teil deiner Unternehmenskommunikation. Eine einheitliche und aussagekräftige Bildsprache

  • verankert deine Botschaft in den Köpfen der Leser bzw. Betrachter

  • festigt deine Corporate Identity

  • wirkt sich hervorragend auf deine SEO Performance aus.

Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung gilt es als Best Practice, auf einer Seite mindestens ein Bild oder eine Grafik einzufügen. Bilder zeigen Suchmaschinen, dass eine Seite wertvoll sowie ansprechend gestaltet und somit für Suchende nützlich ist.

Blogs, die Text und Bild kombinieren, niedrigere Absprungraten als jene, die bloss auf Text setzen.

Ferner empfiehlt es sich immer mehr, Bildelemente zusätzlich für die Bildersuche bei Google und anderen Suchmaschinen zu optimieren.

Fazit: Arbeite gezielt mit Bildern für ein mächtiges B2B Marketing

Die Stärke des Mediums Bild liegt darin, dass wir Menschen es blitzschnell erfassen können. Mit Bildern helfen wir unseren Lesern zu verstehen, worum es in unseren Beiträgen eigentlich geht. Und mal ganz im Ernst: Wäre dieser Blog Artikel eine Infografik, hättest du höchstwahrscheinlich bereits vor zehn Minuten alles Wichtige erfasst gehabt. Doch Bilder alleine reichen in der Regel nicht aus.

Wer das maximale Potenzial aus seinem B2B Content herausholen möchte, sollte die beiden Komponenten Bild und Text nicht getrennt voneinander denken.

Beim emotionalen Marketing geht es zumeist darum, einen runden sowie ganzheitlichen Eindruck zu erzeugen. Und dieser entsteht für gewöhnlich aus der harmonischen Symbiose von Bildern oder Grafiken und dem geschriebenen Wort.